Roggenbrote:
Roggenbrote müssen zu mindestens 90 % aus Roggenmehl hergestellt werden. Sie dürfen höchstens 10 % Weizenmehl enthalten.
Roggenbrötchen:
Roggenbrötchen werden aus mindestens 50 % Roggenmehl hergestellt.
Roggenmischbrote:
Roggenmischbrote werden aus Roggen- und Weizenmehlen hergestellt. Der Roggenanteil beträgt mindestens 50 %, aber weniger als 90 %.
Mehrkornbrote und -brötchen:
Mehrkornbrote und -brötchen werden aus mindestens einer Brotgetreideart (z. B. Roggen, Weizen, Dinkel) sowie aus mindestens einer Nicht-Brotgetreideart (z. B. Gerste, Hafer, Mais) hergestellt. Insgesamt müssen drei oder mehr Getreidearten enthalten sein - jede davon zu mindestens 5 %. Enthält ein Mehrkornbrot 3 Getreidearten, kann es auch als Dreikornbrot bezeichnet werden. Werden 4 verschiedene Getreidearten bei der Herstellung eingesetzt, spricht man auch von einem Vierkornbrot. Ölsaaten, wie Leinsamen oder Sonnenblumenkerne etc., zählen übrigens nicht zu den Getreidearten.
Weizenbrote und -brötchen:
Weizenbrote und -brötchen werden aus mindestens 90 % Weizenmehl hergestellt. Sie dürfen höchstens 10% Roggenmehl enthalten. Zu den Weizenbroten und -brötchen zählt auch das Weißbrot.
Weizenmischbrote und -brötchen:
Weizenmischbrote und –brötchen werden aus Weizen- und Roggenmehlen hergestellt. Der Anteil an Weizenmehl in Weizenmischbroten und -brötchen liegt zwischen 50% und 89%.
Schrotbrote und –brötchen:
Schrotbrote und –brötchen werden aus mindestens 90 % Roggen- und Weizenbackschrot hergestellt. Diese dürfen in beliebigem Verhältnis zueinander verwendet werden.
In Vollkornerzeugnissen sind alle Bestandteile des Getreidekorns enthalten. Das bedeutet das Korn wurde nicht von den Randschichten oder dem Keimling befreit, sondern als Ganzes weiterverarbeitet. In den Randschichten befindet sich ein Großteil der Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe des Getreides. Daher handelt es sich bei Vollkornbackwaren um Produkte, die im Rahmen einer gesunden Ernährung sehr empfehlenswert sind.
Vollkornbrot und –brötchen müssen einen Anteil von mindestens 90 % Roggen- und Weizenvollkornerzeugnissen aufweisen. Diese dürfen in beliebigem Verhältnis zueinander eingesetzt werden.
Ein Roggenvollkornbrot muss aus mindestens 90 % Roggenvollkornerzeugnissen, ein Weizenvollkornbrot oder -brötchen aus mindestens 90 % Weizenvollkornerzeugnissen bestehen. Die gleichen Bestimmungen sind für Dinkelvollkornbrot und –brötchen festgelegt. Roggenvollkornbrötchen werden dagegen nur zu 50 % aus Roggenvollkornerzeugnissen hergestellt. Der gesamte Vollkornanteil muss jedoch ebenfalls mindestens 90 % betragen.
Auch Feine Backwaren - wie zum Beispiel Dinkelvollkornkuchen aus unserem Dinkel-Rühr – müssen einen Vollkornanteil von mindestens 90 % aufweisen.
Vollkornbrote oder –brötchen werden aus geschrotetem oder gemahlenem Vollkorngetreide hergestellt. Vollkorn bedeutet, dass alle Bestandteile des Getreidekorns – Randschichten, Keimling und Mehlkörper – enthalten sein müssen. Der Anteil an Vollkornerzeugnissen muss mindestens 90 % betragen, damit ein Brot oder Brötchen die Bezeichnung „Vollkorn“ im Namen tragen darf.
Seinen Namen verdankt das Mehrkornbrot oder –brötchen der Tatsache, dass es mindestens drei verschiedene Getreidearten enthalten muss. Es können aber auch mehr sein. Der Anteil jeder Getreideart sollte mindestens 5% betragen. Die Getreidearten können als Vollkornmahlerzeugnisse, aber auch als Mehl, Backschrot oder Flocken zugesetzt werden. Bei einem Vollkornanteil von mindestens 90 % erhält man ein Vollkorn-Mehrkornbrot.
Die meisten Mehrkornbrote enthalten jedoch als Basis Weizen- und/oder Roggenmehl. Die weiteren Getreidearten werden häufig in Form von Vollkornschrot und/oder Flocken zugegeben. Das Ergebnis sind Mehrkornbrote und –brötchen mit Vollkornanteil. Diese sind für einige Menschen leichter bekömmlich. Oft enthalten Mehrkornbrote und -brötchen außerdem Sonnenblumenkerne, Leinsamen und andere Ölsaaten, die nicht zu den Getreidearten zählen.
Die Vielfalt an Broten und Brötchen in Deutschland ist unübertroffen. Grund für diese Vielfalt ist das breite Sortiment an Spezialbroten und –brötchen. Sie müssen sich in ihrer Zusammensetzung oder Herstellung von den klassischen Brotsorten unterscheiden.
Zu den bekanntesten Spezialbroten zählen:
Spezialbrote mit Ölsamen:
Bevorzugte Sorten sind zum Beispiel Leinsamenbrote, Sonnenblumenkernbrote und Kürbiskernbrote. Zu 100 kg Getreideerzeugnis werden mindestens 8 kg der im Namen genannten Ölsamen gegeben. Für Brote mit Nüssen und Mandeln gilt das Gleiche. So enthält ein Walnussbrot mindestens 8 % Walnüsse.
Spezialbrote mit Nicht-Brotgetreidearten:
Zu den Spezialbroten mit Nicht-Brotgetreide zählen u. a. auch Mais- oder Haferbrote. Der Anteil der namengebenden Nicht-Brotgetreideart in diesen Broten beträgt mindestens 20%.
Spezialbrote mit mind. 3 Getreidearten
Immer gerne gegessen werden Mehrkornbrote. Sie werden aus mindestens einer Brotgetreideart sowie aus mindestens einer Nicht-Brotgetreideart hergestellt. Insgesamt sind mindestens drei verschiedene oder mehr Getreidearten enthalten. Diese müssen jeweils mit einem Anteil von mindestens 5 % vertreten sein.
Spezialbrote mit Milch- und Milcherzeugnissen:
Diese Brote werden unter Zugabe von Milch- und Milcherzeugnissen hergestellt. Bekannt sind vor allem Joghurt- , Buttermilch- und Quarkbrote. Sie enthalten auf 100 kg Getreideerzeugnis mindestens 15 Liter Joghurt oder Buttermilch bzw. 10 kg Quark.
Spezialbrote mit besonderen Backverfahren:
Ein Klassiker ist das Holzofenbrot. Es wird in direkt befeuerten Öfen gebacken, die nur mit naturbelassenem Holz beheizt werden dürfen.
Zu den bekanntesten Spezialbrötchen zählen:
Spezialbrötchen mit Ölsamen:
Im Gegensatz zu den entsprechenden Brotsorten genügt es bei Mohn-, Sesam- und Sonnenblumenkernbrötchen, wenn die Ölsaaten eine deutliche Krustenauflage bilden. Sie müssen nicht im Teig enthalten sein. Für alle anderen Ölsamen, wie Leinsamen oder Kürbiskerne, gelten die gleichen Bestimmungen wie bei den Spezialbroten mit Ölsamen – ihr Anteil muss mindestens 8 % betragen.
Spezialbrötchen mit Milch- und Milcherzeugnissen:
Bei Milchbrötchen ersetzt man Wasser durch Milch. Auf 100 kg Getreideerzeugnis kommen mindestens 50 Liter Milch. Joghurt-, Buttermilch oder Quarkbrötchen enthalten auf 100 kg Getreideerzeugnis mindestens 15 Liter Joghurt oder Buttermilch bzw. 10 kg Quark.
Spezialbrötchen mit Nicht-Brotgetreidearten:
Hier sind die gleichen Richtlinien wie bei den entsprechenden Spezialbrotsorten vorgeschrieben. Das heißt, der Anteil der namengebenden Nicht-Brotgetreideart in diesen Brötchen beträgt mindestens 20%.
Rosinenbrötchen:
Rosinenbrötchen enthalten mindestens 15 kg luftgetrockneter Rosinen auf 100 kg Getreideerzeugnisse. Gleiches gilt auch für das Rosinenbrot.
Enthält ein Teig mehr als 20 % Roggenmehl, lässt sich alleine durch Zugabe von Hefe kein gutes Brot mehr herstellen. Ein nur mit Hefe gelockertes Roggenbrot wäre nicht genießbar und bekömmlich. Sorgt Hefe im Weizenbrot noch für eine perfekte Auflockerung der Krume, geht ihr mit steigendem Roggenmehlanteil die „Luft“ aus.
Hier ist ein Sauerteig notwendig, denn Roggen ist nur durch Säuerung backfähig. Sauerteig enthält Milchsäurebakterien und Hefen. Diese bilden Milchsäure, Essigsäure und Kohlendioxid. Erst auf diese Weise erhält man Brote und Brötchen mit gelockerter, elastischer und zarter Krume.
Vorteile der Säuerung sind somit eine gute Bekömmlichkeit, ein ausgeprägt kräftiges Aroma und eine ausgezeichnete Saftigkeit von roggenhaltigen Broten und Brötchen. Die Milch- und Essigsäuren aus dem Sauerteig unterdrücken außerdem das Wachstum von Schimmelpilzen und sorgen so für eine längere Haltbarkeit auf natürliche Art und Weise.
Sauerteigbrote dürfen nur dann als solche bezeichnet werden, wenn die erforderliche Säuremenge zu mindestens zwei Dritteln aus Sauerteig stammt.
Das Urgetreide Dinkel - auch bekannt als Dreikorn, Spelz oder Schwabenkorn – ist eine der ältesten und ursprünglichsten Getreidearten. Als Vorläufer des heutigen Weizens wurde er schon von den Kelten und im alten Ägypten angebaut. Beim Dinkel ist das Korn fest mit einer Spelzhülle verwachsen. Dadurch ist es besonders gut geschützt, die Verarbeitung erfordert aber einen zusätzlichen Schritt . Das Korn muss vom Spelz getrennt – also entspelzt werden.
Lange Zeit war Dinkel die wichtigste Brotgetreideart in Deutschland. Doch im 20. Jahrhundert wurde er fast vollständig aus der Landwirtschaft verdrängt, weil moderne Weizenarten ertragreicher und leichter zu verarbeiten sind. In den letzten Jahren wurde der Dinkel jedoch wiederentdeckt.
Schon Hildegard von Bingen, geboren 1098, soll die Vorzüge des Dinkel gelobt haben. Laut Überlieferung pries die bekannte Heilkundlerin Dinkel als wahres Wundermittel, das für Schönheit von innen sorgt und das Wohlbefinden verbessert. Ein unumstrittenes Plus des Dinkels ist seine Genügsamkeit. Das anspruchslose Getreide ist wetterhart und gedeiht auch in Höhenlagen. Gegenüber Umwelteinflüssen, Pilz- und Schädlingsbefall ist es aufgrund seiner schützenden Spelzhülle sehr resistent – ein ökologischer und gesundheitlicher Vorteil.
Darüber hinaus weist Dinkel eine ausgezeichnete Nährstoffzusammensetzung auf. Neben einem hohen Ballaststoffgehalt ist Dinkel reich an den Vitaminen A, E, B1, B2 und Niacin. Dinkelbackwaren liefern nicht nur einen wertvollen Beitrag zu einer gesunden Ernährung, sondern schmecken auch ausgezeichnet.
Dinkel wird als Mehl und Vollkornmahlerzeugnis zu Brot und Brötchen sowie immer häufiger auch zu Feinen Backwaren verarbeitet. Dinkelgebäcke müssen zu mindestens 90 % aus Dinkelerzeugnissen hergestellt werden.
Amaranth ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Vor mehr als 5.000 Jahren gehörte die nahrhafte Körnerfrucht zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln der Ureinwohner Süd- und Mittelamerikas. Im Laufe der Jahrhunderte geriet Amaranth jedoch in Vergessenheit.
Amaranth zählt - wie auch der Buchweizen - nicht zu den Getreidearten, sondern gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Ähnlich wie Getreide bildet die Pflanze stärkehaltige Körner aus. Diese können zum Beispiel in Form von Mehl oder Flocken für Backwaren verwendet werden.
In jüngster Zeit verhelfen neue Erkenntnisse im Anbau und vor allem seine hervorragende Zusammensetzung dem Amaranth-Korn zu neuer Beachtung. Nicht einmal so groß wie ein Stecknadelkopf enthält es jede Menge hochwertige Inhaltsstoffe. Der besondere Gehalt an Magnesium und Calcium machen es zu einem idealen Mineralstofflieferanten.
Auch in Sachen Bekömmlichkeit schneidet das Amaranth-Korn gut ab. Sein Ballaststoffgehalt sorgt für eine gute Verdaulichkeit und trägt dazu bei, dass das Sättigungsgefühl nach der Mahlzeit länger anhält. Damit erfüllt Amaranth alle Anforderungen einer modernen und bewussten Ernährungsweise.
Diese positiven Eigenschaften des Amaranth-Korns haben wir mit weiteren hochwertigen Zutaten zusätzlich angereichert und in ein innovatives und rundum stimmiges Brotkonzept umgesetzt, das „Amaranth aktiv – Mein Aktiv-Brot. Jeden Tag.“ (Amaranth aktiv-Brot hell F 1170, Amaranth aktiv-Brot dunkel F 1180).
Eine vollwertige Ernährung ist und bleibt der Schlüssel zu Gesundheit und Wohlbefinden. Dabei spielt nicht nur eine angemessene Energiezufuhr sondern auch die Zusammensetzung der Nahrung eine Rolle. Mehr als 50 % des Energiebedarfs sollte über Kohlenhydrate gedeckt werden. Deshalb gehören Getreideprodukte wie Brot und Brötchen auf den täglichen Speiseplan. Sie sind wichtige Lieferanten von Stärke. Die Zufuhr dieser komplexen Kohlenhydrate verbessert die Ausdauerleistung, liefert reichlich Power zum Durchstarten und sorgt für gute Laune.
Erfreulicher Nebeneffekt des Verzehrs von Brot und Brötchen: die Ballaststoffzufuhr steigt! Getreide ist der wichtigste Lieferant dieser unverdaulichen Bestandteile aus pflanzlichen Nahrungsmitteln. Sie bewirken eine schnelle, langanhaltende Sättigung und bringen die Verdauung in Schwung. Außerdem tragen sie dazu bei, dass die Kohlenhydrate aus der Nahrung langsamer verdaut werden. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel nicht so schnell an und bleibt länger konstant. Das unterstützt ebenfalls ein längeres Sättigungsgefühl – der Hunger meldet sich nicht so schnell wieder.
Brot und Brötchen liefern wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. An erster Stelle sind die Vitamine B1 und B2 zu nennen, die u. a. wichtig für Muskulatur und Haut sind. Die Folsäure, ein weiteres B-Vitamin spielt eine entscheidende Rolle bei der Blutbildung. Wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium und Phosphor sowie zum Beispiel die Spurenelemente Eisen, Kupfer, Mangan und Zink, werden über den Verzehr von Brot und Brötchen gleich mitgeliefert.
Getreideerzeugnisse bieten aber noch mehr. Die Rede ist von sogenannten sekundären Pflanzenstoffen oder auch bioaktiven Substanzen. Sie sind natürlich in den Pflanzen enthalten und weisen eine Reihe gesundheitsfördernder Eigenschaften auf. Sekundäre Pflanzenstoffe stärken das Immunsystems, wirken antimikrobiell (gegen die Vermehrung von Bakterien), beugen der Verstopfung von Blutgefäßen (Arteriosklerose) vor, senken den Cholesterinspiegel sowie das Krebsrisikos und schützen vor Herz-Kreislauferkrankungen.
Diese wertvolle Komposition an Nährstoffen und bioaktiven Substanzen macht Brot und Brötchen für den fitness- und wellnessbewussten Kunden zu einem unverzichtbaren Bestandteil seines täglichen Ernährungsplans. Wichtig ist: Nur eine regelmäßige Aufnahme dieser Stoffe wirkt sich positiv auf Wohlbefinden und Gesundheit aus. Greifen Sie also ruhig etwas öfter in den Brotkorb! 5 Portionen pro Tag lautet die Empfehlung der Ernährungsfachleute.
Gerade in letzter Zeit wurde die Diskussion über Kohlenhydrate als Dickmacher wieder laut. Brot als wichtige Kohlenhydratquelle sei einer der Übeltäter. Aus Sicht seriöser Experten ist diese Theorie jedoch nicht haltbar. Noch immer gilt, dass unsere Ernährung zu mindestens 55 % aus Kohlenhydraten bestehen sollte. Dabei ist ein hoher Anteil komplexer Kohlenhydrate und Ballaststoffe jedoch noch stärker als bisher zu berücksichtigen.
Kohlenhydrate nutzt der Körper zur Energiegewinnung, indem er sie verbrennt. Erst wenn die Nahrungszufuhr den Bedarf des Körpers an „Brennmaterial“ übersteigt, wird der Überschuss zu Depotfett umgebaut. Für diesen Überschuss sorgt selten das Brot. In den meisten Fällen sind ein üppiger Belag und eine fettreiche Ernährung die Ursache. Im Gegenteil, Brot kann sogar helfen Kalorien zu sparen. Der hohe Stärkegehalt und die Ballaststoffe im Brot sorgen für eine schnelle und langandauernde Sättigung. Vor allem Brote aus Vollkornmehlen und –schroten eignen sich hervorragend für eine kalorienbewusste Ernährungsweise.
Galt die Einschränkung der Fettzufuhr lange Zeit als viel befolgter und anerkannter Diät-Tipp stehen diese Empfehlungen zur Zeit auf dem Prüfstand. „Low carb“ (übersetzt: wenig Kohlenhydrate) heißt es jetzt. Hinter dem Begriff „low carb“ verbirgt sich eine Ernährungsweise, bei der die Zufuhr an Kohlenhydraten gesenkt wird. Dadurch erhöht sich gleichzeitig die Aufnahme von Fett und Eiweiß. Der Grund einer solchen Ernährungsweise liegt in der Annahme, eine kohlenhydratreiche Ernährung mache dick und fördere die Entstehung des Typ-2-Diabetes sowie Fettstoffwechselstörungen.
Aber auch wenn mit low carb-Diäten kurzfristig Erfolge erzielt werden - nach derzeitigen ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen können solche Diäten nicht empfohlen werden. Wie sich eine low-carb-Kost langfristig auswirkt ist noch nicht bewiesen. Durch die erhöhte Fett- und Eiweißaufnahme ist diese Diätform jedoch sehr einseitig und belastet den Stoffwechsel. Sicher ist: Niemand sollte wertvolle Lebensmittel wie Getreideprodukte oder auch Kartoffeln einfach von seinem Speiseplan streichen.
Das Motto der Ernährungsexperten lautet: “slow carb” - also „langsame Kohlenhydrate“ - statt “low carb”! Das bedeutet, dass die Auswahl der Kohlenhydrate entscheidend ist: Viel Vollkornerzeugnisse – weniger Weißmehlprodukte. Die Ballaststoffe in Vollkornprodukten sorgen dafür, dass die Kohlenhydrate nicht so schnell verdaut und ins Blut aufgenommen werden. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel langsamer an und bleibt länger konstant. Gleichzeitig sorgen Ballaststoffe für eine schnelle, langanhaltende Sättigung. Gerade Vollkornerzeugnisse –und damit auch Vollkornbackwaren- sind also ein wichtiger Bestandteil der täglichen Ernährung.
Während junge Senioren meist unbeschwert ihr Essen genießen, haben insbesondere Hochbetagte häufig Beschwerden beim Kauen. Sie schmecken schlechter und auch ihr Appetit lässt nach. Damit die Freude am Essen und der Appetit im Alter erhalten bleiben, ist es wichtig die Ernährung frühzeitig an die sich ändernden Bedingungen anzupassen.
Bei Brot und Brötchen sollte darauf geachtet werden, dass sie gut bekömmlich und nicht zu schwer zu kauen sind. Gleichzeitig sollten sie reich an Nährstoffen und Ballaststoffen sein.
Reine Roggenvollkornprodukte werden meistens schlecht vertragen. Leichter bekömmlich und gut verdaulich sind dagegen Roggenbrote bzw. –brötchen oder Roggenmischbrote mit hohem Roggenanteil. Sie werden in der Regel aus Roggenmehlen mit hoher Typenzahl hergestellt, die mehr Vitamine und Ballaststoffe liefern als helle Weizenmehle. Der hohe Nährstoffgehalt macht diese Produkte besonders wertvoll für die Ernährung.
Ebenfalls geeignet sind Weizenmischbrote mit Schrotanteilen wie unser SonnenKorn-Brot. Es enthält Roggenvollkornschrot, Dinkelvollkornschrot, Sonnenblumenkerne und Leinsamen. Sie sorgen für einen kräftigen Geschmack und liefern gleichzeitig die wichtigen Ballaststoffe. Die anteilige Zugabe der Körner machen das Brot gut bekömmlich und die Krume saftig-locker.
Auch Mehrkornbrote wie unser Sprinterbrot stellen eine gesunde und bekömmliche Wahl für die Ernährung ältere Menschen dar. Der Vollkornanteil und die Ölsamen sind nicht belastend, aber gesund und schmackhaft!
Brote, die beim Bäcker als ganzer Laib unverpackt angeboten werden, dürfen nicht konserviert werden. Das gilt natürlich auch, wenn große Brote für den Kunden halbiert oder geviertelt werden.
Der einzige für Brote zugelassene Konservierungsstoff ist die Sorbinsäure. Sie darf jedoch bei Brot lediglich für die Herstellung von abgepacktem Ganzbrot, Schnittbrot oder kalorienreduziertem Brot eingesetzt werden. Auf ihre Verwendung muss hingewiesen werden.
In der Praxis kommt heute kaum noch Sorbinsäure zum Einsatz. Die Behandlung durch das Konservierungsmittel wurde weitgehend durch die Pasteurisierung abgelöst, die einen ebenso guten Schutz vor Schimmelbefall bietet. Dabei wird das bereits abgepackte Erzeugnis für eine halbe Stunde auf ca. 70 Grad Celsius erhitzt. Diese Brote werden häufig mit dem Hinweis „ohne Konservierungsstoffe“ gekennzeichnet.
Auch unser Bäckervollkorn, hergestellt als verpacktes Schnittbrot, wird mittels Pasteurisierung haltbar gemacht – enthält also keine Konservierungsmittel.
Bei der Herstellung von Brot und Brötchen dürfen keine Farbstoffe, also auch kein Zuckerkulör verwendet werden.
Eine Bräunung der Krume kann durch die Zugabe von Malzprodukten erzielt werden. Malz entsteht aus Getreide, das man erst keimen lässt, dann trocknet und schließlich schrotet oder vermahlt. Auf diese Weise erhält man Malzschrot oder Malzmehl.
Die Verwendung von Malz bei hellen Weizenbroten und -brötchen muss jedoch deklariert werden. Auf diese Weise wird der Verbraucher davor geschützt, das Gebäck aufgrund seiner dunkleren Farbe fälschlicher Weise für eine Vollkornprodukt zu halten. Wird Malz dunklen Broten (Roggenvollkornbroten) zugegeben, besteht die Möglichkeit einer solchen Täuschung nicht, und die Verwendung muss nicht kenntlich gemacht werden.
Die Krumenfarbe wird auch von der verwendeten Getreideart bestimmt. Ein Brot mit einem hohen Roggenanteil ist immer dunkler als ein Weizenbrot. Ebenso entscheidend ist, ob Vollkornmehl oder Mehl mit niedriger Typenzahl verwendet wird sowie die Backtemperatur und –zeit.
Frisches Brot kann lange schmackhaft bleiben – auf die richtige Lagerung kommt es an! Wird das Brot noch am gleichen Tag verzehrt, kann es in der Papiertüte vom Bäcker aufbewahrt werden. So bleibt es schön knusprig und frisch.
Für die längere Aufbewahrung von Brot eignen sich am besten saubere, trockene und belüftete Behälter. Das können zum Beispiel Brotkästen, Brotfächer oder Steintöpfe sein. Um die Kruste zu erhalten und des Brot gleichzeitig vor dem Austrocknen zu schützen, sollte es mit dem Anschnitt nach unten gelagert werden. Eine regelmäßige Reinigung mit Essigwasser beugt der Bildung von Schimmel vor.
Ist eine weiche Kruste erwünscht – zum Beispiel von älteren Kunden - bietet sich die Aufbewahrung in einem luftdichten Kunststoffbeutel oder -behältnis an. Unter Luftabschluss wird die Kruste weich. Gleichzeitig verliert das Brot jedoch an Geschmack und fängt leichter an zu schimmeln.
Verpacktes Brot hält sich in der Originalverpackung am Besten.
Im Kühlschrank hat Brot nichts zu suchen. Die niedrigen Temperaturen lassen es schneller altbacken werden. Lediglich bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit im Sommer bietet der Kühlschrank Schutz vor schneller Schimmelbildung. Das Brot sollte dann gut verpackt werden.